Fashionfreakwithheart

personal diary - fashion, lifestyle & daily life

Résumé: September ’14

Mein September in Worten
Ein neuer Monat, Zeit für eine kurze Zusammenfassung des vergangenen Monats, der in meinen Augen am schnellsten verging. Aber auch nur deshalb, weil wir wirklich viel erledigt haben und mit allem soweit durch sind. Ich habe meine Hausarbeit abgegeben, wohl gemerkt auf den letzten Drücker, und mich dann nach intensiver Beratung von der Uni für ein Semester abgemeldet. Das hat mich ein wenig entlastet, auch wenn es hier und da einige Hürden und Momente gab, wo ich leichte Herzinfarkte erlebt habe (Warum meldet man mich einfach so von Prüfungen ab?). Aber alles ist gut gegangen und ab da konnte ich mich ein wenig “fallen lassen”. Wir waren auf dem Mädchenflohmarkt und haben viele meiner Sachen erfolgreich verkauft. Somit habe ich auch sowohl im Keller als auch in der Abstellkammer viel Platz gewinnen können. Das Schlafzimmer hat in dem Bereich, in dem die Kleine schlafen wird, einen neuen Anstrich in Form von mintfarbenen Pünktchen bekommen. Kinderwagen und Bett sowie viele kleinere Einkäufe haben wir ebenfalls erfolgreich erledigt, was uns immens beruhigte. Wir waren nämlich extrem spät dran. Aber nun ist alles da – auch die Wickelkommode, die uns in den Wahnsinn getrieben hat. Die restlichen, fehlenden Sachen trudeln jetzt im Oktober per Post noch ein. Zudem habe ich ihre winzigen Sachen gewaschen und eingeräumt, die Krankenhaustasche weitestgehend gepackt (denn einen Fehlalarm hatten wir ja schon), beim Amt und im Krankenhaus alle formellen Dinge geklärt, und meinen Geburtsvorbereitungskurs begonnen. Check, check, check!

Mein Ausblick auf den Oktober
Es ist der Monat! Der 21. ist Stichtag. Ich bin ganz hibbelig, mache mir viele Gedanken, wie es ablaufen wird, was uns erwartet, wie die Geburt und die Zeit danach sein wird. Ich bin sehr froh, dass mein Freund ab der Geburt mehrere Wochen Urlaub hat, damit wir die erste Zeit gemeinsam genießen können. Zwar dürfen wir uns nicht zu sehr auf diesen Termin versteifen, weil es mit der Wochenzählung ja schon häufiger Probleme gab, aber ich hoffe, dass das Warten bald ein Ende hat. Nicht nur, weil wir sie endlich im Arm halten wollen, sondern weil ich auch körperlich so langsam am Ende meiner Kräfte bin. Mich hat es nämlich gleich zu Beginn des Monats mit einer richtig fiesen Erkältung erwischt und die Sorgen um die Gesundheit unserer Kleinen werden im Moment nicht weniger – leider.
Am Sonntag ist die langersehnte Babyparty. Mein Freund feiert außerdem nächste Woche seinen 26. Geburtstag und am gleichen Tag haben wir unser Fotoshooting, auf das ich mich sehr freue. Ich versuche nun die Zeit bis zum ET einfach zu genießen, viel zu liegen, zu entspannen und mich vor allem wenig zu stressen. Das gelingt mir nicht immer und ist leichter gesagt als getan, weil ich in der Schwangerschaft eine nervige Stresstante geworden bin, das muss ich ehrlicherweise zugeben, aber jetzt versuche ich es wirklich mit der Entspannung. Wir haben ja alles, und den Rest, den man dann doch irgendwo vergessen haben sollte, kann man ja noch besorgen. Sie kann also kommen…

Babybump (37 SSW)

Ein kurzes visuelles Update von meiner Murmel. Noch drei Wochen bis zum ET. So langsam werde auch ich nervös und kann es kaum abwarten.

Babybump_37SSW

Schmuck Herbst/Winter 2014


Die Schmucktrends im Herbst und Winter 2014
Wie auch in der Mode so wechseln auch im Bereich des Schmucks die Trends ständig. Umso wichtiger ist es stets auf dem Laufenden zu sein. Auch im Herbst und Winter 2014 gibt es wieder tolle Stücke, die jeden Look verfeinern und für Abwechslung sorgen. Schmuck ist schließlich ein Highlight unter den Accessoires. Neben Klassikern, die einfach immer passen, gehören in dieser Saison auch Federn, Leder, Schleifen und Tiermotive zu den absoluten Must Haves. Mit angesagten Schmuckstücken kann man jeden Look aufwerten und zu etwas Besonderem machen. Schließlich sind es ja gerade die kleinen Details, wie Broschen, Ohrringe, Ketten oder Ringe die für Widererkennungswert sorgen.

Wichtige Trends der Saison


Ein absoluter Trend sind im Herbst/Winter 2014 Tiermotive. Besonders angesagt sind Schildkröten und Spinnen. Bleiben darf auch der schon länger angesagte Eulentrend, der sich nun auch auf den Schmuck ausbreitet. Neu sind weiterhin auch Schlangen, die jetzt angesagte Schmuckstücke zieren. Alle Motive können dabei schlicht sein oder sie werden mit vielen bunten und glitzernden Steinen geschmückt. Auch sind die Trendstücke jetzt oft richtig groß. Auffallen ist in dieser Saison alles. Ketten sollten jetzt ebenfalls auffällig und groß sein. Wobei die Kollier-Form die beliebteste ist. Sie lenkt die Blicke geschickt auf ein sexy Dekolleté. Sehr edel wirken nun übrigens auch Perlen. Diese können bunt oder einfarbig sein und meist greifen sie den natürlichen Stil durch ihr Holzdesign aus. Somit passen sie zum Ausgehen ebenso gut wie im Alltag. Wichtig sind auch Federn. Wunderschön sind zarte Pfauenfedern, welche die weibliche Zartheit geschickt aufgreifen und gleichzeitig ein absoluter Hingucker sind. unverzichtbar ist außerdem Leder. Ketten und Armbänder werden in diesem Jahr gleichermaßen aus diesem Trendmaterial gefertigt. Dabei sind natürliche Nuancen wie Braun und Schwarz genauso gefragt, wie trendiges Rot, kühles Blau, natürliches Grün oder stylisches Orange. Um noch mehr Aufsehen zu erregen, kombinieren einige Armbänder beispielsweise gleich mehrere Lederbänder in unterschiedlichen Farbtönen miteinander. Aber auch zarte Schnüre mit kleinen und verspielten Perlen werden in allen Farbtönen getragen. Diese können pur oder ebenfalls in Kombination mit Leder erscheinen. Angesagt sind außerdem Flechtdetails. Diese kommen am besten bei Ketten und Armbänder zur Geltung und greifen einen weiteren Trend auf. Hauptsache groß ist das Motto der Saison.

Was macht Schmuck so besonders?
Jede Frau liebt Schmuck. Und schließlich kann man davon auch nie genug haben, denn die wunderschönen Kleinigkeiten sorgen für die richtige Ausstrahlung. Dabei müssen es nicht immer Diamanten sein. Auch natürliche Materialien, edles Silber oder zarte Perlen können einzigartig wirken. Wichtig ist in diesem Herbst einzig die Größe. Je größer und auffälliger desto besser. Understatement war gestern. Dieser Trend setzt sich nicht nur in der Mode, sondern auch beim Schmuck durch. So reicht oft schon ein einzelnes, dafür aber üppiges Schmuckstück aus. Besonders am Abend glitzern die Stücke wunderschön und können so gezielt die Farben des Outfits aufnehmen. Damit wird jeder Kleidungsstil noch unvergleichlicher. Aber auch dekorative Kontraste lassen sich damit setzen. So kann jeder einen einzigartigen Stil kreieren, der zur persönlichen Ausstrahlung passt.

Unser Kinderwagen: Stokke Xplory

Er ist endlich da, nachdem wir so lange auf ihn gewartet haben: unser Kinderwagen von Stokke. Dass wir ihn endlich aufbauen und mit nach Hause nehmen konnte, hat uns immens beruhigt, denn die Suche nach DEM richtigen Kinderwagen ist ja so eine Sache, die mal länger dauern kann. Und die wohl alle Elternteile dieser Welt spaltet: Jeder hat da so seine eigenen Kriterien, Wünsche und Vorstellungen. Was die einen total super finden, ist für die anderen ein absolutes No-Go. Diese Tendenz habe ich auch bei vielen anderen angehenden Blogger-Mamas gesehen: die Meinungen gehen sehr weit auseinander und gerade beim Kauf des Kinderwagens gibt es hier und da wirklich lange Diskussionen. Die Auswahl ist riesig, man wird förmlich erschlagen, wenn man so einen Babymarkt betritt. Es gibt so viele Marken, Farben, Muster, Formen – es ist der absolute Wahnsinn! Im Endeffekt muss jeder selbst suchen, ausprobieren und entscheiden – so wie bei vielen Dingen im Leben.

Wir haben uns nach einer Probefahrt, intensiver Beratung und langer Recherche bei Stiftung Warentest für den Stokke Xplory entschieden. Für uns waren Leichtigkeit, Wendigkeit und die Verarbeitung die wichtigsten Kriterien. Zudem sollte er schnell aufgebaut und wieder abgebaut werden können und das Gestell so wenig Platz wie möglich einnehmen. Nur bei der Farbe waren wir uns zunächst uneinig. Ich wollte knalliges Rot, mein Freund meliertes Grau. Nach langem Zureden konnte ich meinen Freund dann doch noch überzeugen, eine fröhliche und auffällige Farbe zu wählen, da Grau oder auch Schwarz, gerade im Winter, sehr trist sind. Im Paket war noch der Buggysitz, der später gegen die Wanne ganz easy ausgetauscht wird, ein Maxi-Cosi-Adapater, Getränkehalter sowie ein Fleece-Schlafsack enthalten. Und was uns jetzt noch fehlt? Natürlich die wichtigste Person, unsere kleine Maus, die darin liegen darf.

Stokke_1 Stokke_2

Den Herbst in die Wohnung holen: Kürbisse, Kerzen & Kastanien

Einen Teil meiner geplanten Herbstdeko habe ich vergangene Woche aufgebaut. Ich liebe es ja passend zur Saison zu dekorieren. Im Sommer beschränkt sich das bei mir auf prächtige Blumensträuße oder vereinzelte Sträucher auf dem Esstisch oder der Fensterbank, aber im Herbst und Winter lasse ich es “krachen”.

Das Meiste hatte ich tatsächlich zu Hause, da ich so gut wie alles in großen Kisten aufbewahre. Meine Abstellkammer mutiert mittlerweile zu einem Deko-Shop. Letztes Jahr habe ich bei Depot im “Herbst-Sale” einige wiederverwendbare Teile für sehr wenig Geld gekauft, die es dieses Jahr in genau gleicher Ausführung wieder gibt – nur doppelt so teuer. Die echten Zierkürbisse und das getrocknete Moos habe ich neu gekauft, ansonsten kann man den Rest wunderbar in Gefrierbeuteln oder in der Originalverpackung für das nächste Jahr aufbewahren und wieder verwenden. Die Kürbisse habe ich an den tiefen Stellen mit einem goldenen Edding und Glitterkleber verziert, den man in jedem Bastelshop fertig als Stift kaufen kann.

Zudem ist der Wald, wenn man einen um die Ecke hat, ein großer Selbstbedienungsladen: Äste, bunte Blätter, Eicheln und Kastanien eignen sich perfekt, um ein wenig Herbst in die Wohnung zu bringen. Das kann man tatsächlich auch für teures Geld aus Plastik kaufen, was ich aber ziemlich schade finde. Denn so kann man Deko sammeln und einen Spaziergang durch den Wald wunderbar miteinander kombinieren.

Ich habe auf Instagram noch weitere schöne Ideen gesehen, die ich die Tage umsetzen möchte: mit Goldlack besprühte Blätter, die an einem Ast drapiert sind, Kastanien und Eicheln in einer kleinen Schale und Teelichter, die mit Blättern verziert und einer Kordel befestigt sind. Dazu müsste ich nur noch in den Wald.

Herbstdeko_3Herbstdeko_4Herbstdeko_1

Hallo Herbst!

Der Herbst ist da. Er macht sich mit Regen, ersten bunten Blättern und kühleren Temperaturen bemerkbar. Das ist das Startzeichen für uns, dass es nur noch knapp 4 Wochen bis zum errechneten Termin sind. Wir streichen, bauen auf, dekorieren, waschen, packen und bereiten alles vor, was jetzt in den letzten Wochen noch nötig ist. Trotz der langen To-Do-Liste und dem anstehenden Programm für die letzten Wochen, sind wir bisher recht entspannt und bereiten uns mit großer Freude auf den großen Tag vor. Das Warten hat bald ein Ende…

Herbst-Mädchenflohmarkt in Frankfurt am 21. September

Eine kleine Ankündigung für alle Frankfurter Mädels: Es ist ein Termin, der bei mir immer Rot markiert ist und dieses Wochenende sogar doppelt umkringelt ist. Am Sonntag, 21. September, findet der Mädchenflohmarkt im Frankfurt Garten statt. Dieses Mal bin ich selbst mit einem Stand vertreten und möchte meine vielen Sachen in liebevolle Hände abgeben. Wer also aus Frankfurt oder Umgebung kommt, am Sonntag etwas Zeit und Lust auf Klamotten, Kuchen und ein wenig Musik hat, der ist herzlich eingeladen, mal vorbeizuschauen. Alle weiteren Informationen findet ihr HIER.


Bild via Mädchenflohmarkt

Die anstehende Babyparty

Endlich habe ich die Zeit gefunden, unsere Ideen für die anstehende “Babyshowerparty”, wenn man sie so nennen kann, umzusetzen und die ersten Bestellungen rauszuhauen. Es wird keine typische Babyparty, wie man sie aus Amerika kennt. Die Feier wird normalerweise nicht von den angehenden Eltern organisiert, sondern von (weiblichen) Freunden und/oder Verwandten für die Mama. Wir drehen den Spieß aber um und wollen als kleines Dankeschön einen solchen Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und ein paar anderen Leckereien, die ich mir für den Tag ausgedacht habe, für unseren engsten Familienkreis organisieren.
Es ist unschwer zu erkennen, dass hier die typischen Mädchenfarben dominieren: Rosa, Flieder, etwas Mint und Gold. Einmal, dachte ich mir, hauste mal so richtig rein und tobst dich aus. Jetzt bin ich nur noch auf der Suche nach leckeren Rezepten für alkoholfreie Drinks, Kuchen und Muffins.

Übrigens nennt man bei uns in Südhessen solche Feiern “Baasche wäsche”, was auf den Brauch des Babypinkelns zurückzuführen ist.  Dazu muss aber das Kind schon auf der Welt sein und so lange wollen wir nicht warten :).

Babyshower

“Was für ein süßes Foto von deiner Kleinen” – Gedanken zum Thema Kinderfotos im Internet

Sie sind putzig, diese Bilder vom eigenen Kind. In Zeiten von Smartphones schnell eins gemacht und bei Instagram oder auf den Blog gestellt. Man ist stolz auf das kleine Wunder, man platzt vor Freude und teilt diese mit den vielen Lesern und Followern, die sich mehrheitlich für einen freuen und 9 Monate lang intensiv mitfieberten. Es sind ja nur Bilder, manchmal nur ein paar Sätze dazu, alles eigentlich ganz harmlos. Man sieht manchmal gar nicht viel: erst ein kleines Würmchen, das schläft, isst, seine ersten wichtigen Schritte macht. Später ist das Würmchen größer, spielt, macht Unsinn, grinst frech in die Kamera, wenn es im Sandkasten oder halbnackt im Planschbecken fröhlich spielt. Auch die vielen ersten Momente sind so wunderbar, man möchte sie schlichtweg festhalten, teilen und sich freuen. Denn diese Momente sind so kostbar und vergehen so schnell. Aber wir wissen auch, und das haben die vielen negativen Schlagzeilen, Beispiele und Fälle gezeigt; alles was ins Internet gelangt, bleibt da und ist nicht ganz ungefährlich. Du löschst es mit der Annahme, dass es weg ist, doch irgendwer hat sich schon das Bildchen abgespeichert oder die Information weitergetragen. Manches gelangt, leider und immer wieder, in perverse Hände. Den Rest könnt ihr euch ja selbst ausmalen, die Medien sind voll mit solchen Berichten. Jeden Tag.

Warum gerade ich das sage, die doch mit 14 Jahren, und somit als Jugendliche, ihr Leben der Öffentlichkeit öffnete? Die, die zeitweise wirklich grenzwertige Dinge, Bilder und Videos veröffentlichte, die heute so nicht mehr veröffentlicht werden würden? Ich habe die Entscheidung selbst gefällt, ich mag zwar ein Kind gewesen sein, sicherlich, aber es war doch meine eigenwillige Entscheidung, dem ganzen beizutreten. Ich musste mich auch zeitweise mit Anfeindungen, Beleidigungen, Zickereien oder sonstigen verbalen Attacken  auseinandersetzen. Aber da steht es: ICH. Ich habe mich damit auseinandersetzen und für meine eigenen Entscheidungen gerade stehen müssen. Aber wenn ich mein Kind zeige und irgendwo auf dieser Welt, hinter versteckten Accounts, auf irgendwelchen Portalen oder in Foren über mein Kind, dessen Aussehen oder Entwicklung schlecht gesprochen wird, sprich mein Kind durch den virtuellen Dreck gezogen wird, namentlich wie bildlich auf Ewigkeiten im Internet verankert ist, ganz egal, wie viel ich dann nachträglich löschen mag, dann ist es mein wehrloses Kind, dass sich gegen diese Attacken nicht wehren kann. Es ist dem einfach ausgesetzt. Ich kann es natürlich verteidigen, und gewiss würde ich das auch tun, aber es zieht einen großen Rattenschwanz nach sich und ist etwas, was man hätte verhindern können.

Grundsätzlich vertrete ich die Meinung: jeder Elternteil muss seine eigenen Entscheidungen fällen und die Verantwortung für diese Entscheidungen tragen. Auch in dem Fall, wenn er seine Kinder im Internet zeigt oder über sie gewisse Dinge veröffentlicht. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Das ist immer eine persönliche Ansichtssache, und ich mag mir nicht anmaßen zu sagen, dass unser Weg, den wir für uns gewählt haben, der absolut richtige ist. Er fühlt sich für uns einfach gut an, das können wir so besser verantworten. Wir möchten schlichtweg nicht, dass unser Kind namentlich und bildlich mit meinem Blog in Verbindung gebracht wird. Ich habe in der Vergangenheit aus gewissen Entwicklungen und unschönen Erfahrungen mit Lesern meine Konsequenzen gezogen und möchte nicht, dass unser Kind in die “Szene”, wenn man das so nennen kann, hineingeboren wird. Auch wenn ich (gerne) Bloggerin bin und damit meine Brötchen verdiene.

Ich selbst verfolge ja liebend gerne Blogs oder Accounts von Müttern, die ihre Geschichten teilen, aber immer mit einer Portion Zurückhaltung. Denn der Internet ist eigentlich ein wunderbarer Ort, um sich mal auszutauschen. Aber man merkt, dass die Themen Kinder kriegen und Erziehung eine große Diskussionswelle auslösen können. Jeder hat seine eigene Meinung zu einem gewissen Thema, jeder weiß es irgendwo besser, jeder darf seinen “Senf” publizieren und kundtun. Das ist manchmal schön, manchmal aber auch nervig. Gerade bei Instagram verfolge ich regelmäßig, wie über winzige Kleinigkeiten seitenlang diskutiert wird. Irgendwann greifen sich die Leute gegenseitig an, beschimpfen sich, weil jeder auf seiner Meinung und seinem Recht beharrt. “Wie du stillst nicht? Was dein Kind läuft noch nicht? Du weißt schon, dass man mit dem Brei erst zu einem gewissen Zeitpunkt anfangen soll. Ist besser für die Entwicklung.” – das sind nur einige von tausenden Diskussionen und Aussagen, die ich still mitgelesen habe. Sei es auf Ask.fm, Instagram, Blogs, bei Facebook oder in Foren. Mittlerweile rudern viele Blogger-Mamas zurück, nehmen Bildern und Texte über das eigene Kind wieder von ihrem Blog oder stellen ihr Instagram auf privat. Manche vielleicht aus Angst, manche, weil sie die Diskussionen, die unersättliche Neugier und ständigen Fragen einfach leid sind, andere, weil sie sich bewusst werden, dass Kinder irgendwann ihren eigenen Willen entwickeln und ein Recht haben, erst gefragt zu werden, ob sie etwas möchten. Die Tatsache, dass es englische Lästerforen gibt, in denen über sehr bekannte internationale Youtuber und deren Kinder wirklich absolut grausame Behauptungen aufgestellt und Spekulationen verbreitet (die man im Übrigen ohne Registrierung einfach so nachlesen kann), Bilder und Aufnahmen immer und immer wieder gepostet und zitiert werden, bestärkt mich nur noch mehr in unserer Entscheidung, nicht alles publizieren zu müssen. Natürlich habe ich recht viel über die Schwangerschaft geschrieben, auch als ich mit Vorwehen im Krankenhaus lag. Aber hier ging es noch in erster Linie um mich.

Mein Blog hat keineswegs die Reichweite von vielen anderen bloggenden Müttern oder Eltern. Aber auch ich weiß, dass nicht jeder Besucher und Leser mir stets wohlgesonnen gegenübertritt. Ich weiß, dass die Neugier oft groß ist, man will immer mehr wissen und es wird ständig nachgefragt und gebohrt. Irgendwann werden Geschichten um Aussagen und Bilder gestrickt, die völlig absurd und lächerlich sind. Schnell ist eine Grenze überschritten und einen Zurück-Button gibt es im Internet nur im Browser, aber nicht für eine schon längst fortgeschrittene Entwicklung um die eigene Person oder die Familie. Ich bin in der Hinsicht einfach vorsichtiger geworden. Und wenn ich dann solche Seiten sehe, dann wird mir richtig schlecht.

Für mich stellen sich auch immer diese Fragen: Was ist, wenn mein Kind mir das irgendwann vorwirft, dass ich irgendwelche Geschichten oder Bilder geteilt habe, die sehr intim waren? Was ist, wenn diese ganzen zuckersüßen Bilder noch in 10 Jahren bei Google zu finden sein werden? Was ist, wenn vor meiner Tür jemand steht, der im Internet seine Realität gefunden hat? Es sind Fragen über Fragen, mögliche Situationen, die eintreffen können, aber nicht müssen. Ich genieße das einfach mit Vorsicht.

Ich möchte niemanden angreifen, weil ich, wie ich schon oben geschrieben habe, der Meinung bin, dass wirklich jeder selbst entscheiden muss, was für ihn und seine Familie richtig oder falsch ist. Wir haben uns nunmal so entschieden, dass wir keinen Namen und keine Bilder vom Gesicht veröffentlichen wollen. Ich hoffe, dass unsere Entscheidung euer Leseverhalten in Bezug auf meinen Blog nicht abnimmt.