Kolumne: Plötzlich Mama! – My body is a diary…

Ich habe mir lange überlegt, wie ich das Thema Geburt auf meinem Blog angehen soll. Egal, wie ich diese Zeilen begonnen und verworfen habe, sie endeten damit, dass ich Tränen in den Augen hatte und den Laptop schließen musste, weil alles wieder hochkam. Dann saß ich da, und hatte wieder diese Erinnerung im Gedächtnis, Bruchstücke dieses Tages, der sich Geburtstag meiner Tochter nennt – der eigentlich der schönste Tag im Leben einer werdenden Mutter sein soll. Unser schönster Tag. Lange Zeit ließ ich den Blogeintrag als Entwurf links liegen, fing an und verwarf Zeilen und Passagen. Immer und immer wieder. Es saß mir beim Schreiben wie ein harter, ekliger Kloß im Hals und hat mich an manchen, sehr schweren Tagen zu einem emotionalen Wrack gemacht. Heute hat die Zeit ein paar meiner Wunden geheilt. Manche mehr, manche weniger. Sie lässt mich ein wenig rationaler auf all das, was passiert ist, zurückblicken. Es hat gedauert bis ich die Geburt von Emilie verarbeitet habe. Und erst heute habe ich die Möglichkeit über das zu schreiben, das als das Wunder des Lebens bezeichnet wird.

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Homemade: Watermelon Lime Popsicles

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Der Sommer hat diese Woche eine kurze Pause gemacht, aber schon am Wochenende kündigt er sich wieder mit sommerlichen Temperaturen an. Deshalb ist es noch einmal an der Zeit, den sich anbahnenden Spätsommer in vollen Zügen zu genießen. Yes! Shorts und leichtes Top rausgekramt, das ungelesene Buch geschnappt und ab auf den Balkon. Was fehlt? Eis! Am besten geht das mit leckerem Eis, aber dieses Mal nicht aus dem Supermarkt, sondern aus dem eigenen Mixer. Homemade ist das Stichtwort! Und weil für mich Wassermelone das einzig wahre Sommerobst bei knapp 30 Grad und viel Sonnenschein ist (und eiskalt am besten schmeckt), kommt das auch jetzt in die Eisform. Schmeckt erfrischend und ist ziemlich easy und schnell gemacht. Und die Eisstiele mit der Aufschrift „100% Homemade“ sind ein absoluter Hingucker!

Zutaten
ein Viertel kernlose Wassermelone, 3 Limetten, 1 Zitrone, 200ml Kokoswasser (zB von indicoco), 4 Esslöffel braunen Zucker und etwas Wasser zum Auflösen oder zwei Esslöffel Honig, Eisförmchen (zB von Nicolas Vahé)

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Zubereitung
Schritt 1
Die Wassermelone in kleinen Stücken in den Mixer tun, den Saft der Limetten und der Zitrone hinzugeben, mit 200ml Kokoswasser auffüllen und mit dem Zucker oder Honig verfeinern. Das alles gut durchmixen. In die Förmchen füllen und ca. 5 Stunden im Gefrierfach lassen. Danach einfach nur genießen…

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Ich brauche mal eine Pause – meine täglichen 60 Minuten Entspannung

Es gibt Tage und Wochen, da läuft alles reibungslos und easy von der Hand. Aber es gibt auch solche Tage, an denen ich zu nichts komme, weil ich tatsächlich von 24 Stunden 23 Stunden Mama bin. Und zwar nur Mama. Das schlaucht, vor allem dann, wenn sich unbeantwortete E-Mails sammeln, Aufträge in der Warteschleife befinden, die Seminararbeit noch fertig geschrieben werden muss, der Haushalt in einem großen Chaos versinkt oder eine Freundin seit Tagen auf einen Anruf wartet. Wenn all das zusammen kommt, brummt mein Schädel, ich werde hibbelig und unruhig und dann manchmal auch grantig. Ich mag eine gewisse Routine und feste Tagesabläufe, aber wie man weiß, ist das mit einem Kind zu Hause dann doch nicht immer möglich und daher wird das Wort Flexibilität groß geschrieben.

Ich muss dann häufig runterkommen und einen klaren Kopf kriegen. Im Moment habe ich mir eine Faustregel auferlegt: Eine Stunde pro Tag nehme ich mir Zeit – nur für mich. Sei es mal ein Buch in die Hand nehmen, kurz um den Block laufen und laut Musik hören, eine Gesichtsmaske auftragen, im neuen Magazin stöbern oder einen Kaffee trinken. Diese 60 Minuten sind für mich sehr wertvoll (geworden). Manchmal gönnt mir Emilie eine oder zwei weitere Stunden, manchmal ist es auch nur eine halbe Stunde am Stück. Der Rest verteilt sich dann zwischen Mittagsschlaf, Spielzeit und Abendritual. Aber irgendwie kriege ich es hin, dass am Tag immer ein paar Minuten für meine Bedürfnisse übrig bleiben und das tut verdammt gut.

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Momentan verbringe ich viel und gerne Zeit an meinem liebsten Ort in der Wohnung: unserem Esstisch. Ich habe schon häufig Bilder von ihm gepostet, weil sich hier ein großer Teil meines Alltags abspielt. Hier wird gegessen, gegrübelt, gesprochen, gearbeitet, geträumt, aber eben auch entspannt. Hier liegen meine Magazine, in denen ich meine Inspirationen suche oder schlichtweg abschalte. Ungelesene Bücher und Zeitungen sowie kleine Beautyhelferlein stapeln sich am Ende des Tisches und auch mein Macbook hat hier seinen Platz. In der Mitte tobe ich mich mit meiner Dekoration aus, setze Ideen, die ich bei Pinterest gesehen habe, um und schon morgen kann dieser Ort wieder ein wenig anders aussehen. Wenn ich mittags große Lust auf einen Milchkaffee verspüre, ist mein Sitzplatz immer am Tisch. Gerade abends, wenn im Sommer das Fenster offen ist und eine leichte, warme Brise hineinweht, schauen wir auf den Taunus hinaus und können wunderbare Sonnenuntergänge genießen. „Die Wolken und dieser herrliche Sonnenuntergang„, sagt Chris. „Tatsächlich, der übertrifft sogar den gestrigen„, entgegne ich ihm. Weiter östlich sieht man die Skyline von Frankfurt, die mit ihren funkelnden Türmen und Wolkenkratzern in den Abendstunden am besten zu sehen ist. Und noch etwas später trinken wir ein Glas Wein, philosophieren über Belangloses und hören den letzten landenden Flugzeugen zu. Manchmal reden wir darüber, woher die Flugzeuge kommen, welche Maschine das ist und welche Geschichten und Erfahrungen die Menschen, die darin sitzen, mitbringen. Auch wenn manche unserer Gäste den Lärmpegel als störend empfinden, der Esstisch ist für mich immer ein bisschen mit positivem Fernweh und Träumerei verbunden. Dieser Ort ist mir in unseren vier Wänden der liebste und wichtigste.

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In Sachen Beauty muss ich mich an manchen stressigen Tagen auf Produkte beschränken, die mehrere Bedürfnisse gleichzeitig angehen. Morgens ist es das 2in1-Shampoo, abends eine reinigenden und gleichzeitig pflegende Peelingmaske. Erst letztens entdeckte ich durch Zufall bei The Body Shop die Honey & Oat 3-in-1 Scrub Mask und sofort wusste ich: das ist das perfekte Dupe zum Peeling von Benefit, das vor einigen Jahren leider aus dem Sortiment genommen wurde. Ich war ein wenig verzweifelt, denn die Mischung aus Pflege, Peeling und Gesichtsmaske in Kombination mit dem leckeren Honig-Duft konnte ich so nicht mehr finden. Der zuckersüße Duft ist einfach megamegamegalecker und das Peeling bestens fürs Gesicht geeignet, denn die Körnchen sind nicht zu grob. Die Konsistenz der Maske ist schön geschmeidig und nicht so pastig und fest wie die von Benefit. Geruch und Wirkung sind identisch. Wenn Emilie schon im Bett liegt, habe ich Zeit, um Haut & Co. vor dem Zubettgehen noch ein wenig zu verwöhnen. Ca. 10 bis 15 Minuten lasse ich die Maske auf meiner Haut, währenddessen putze ich mir meine Zähne (Zeitmanagement und so) und spüle sie danach mit lauwarmen Wasser ab. Die Haut fühlt sich danach butterweich an, wird mit einer Portion Feuchtigkeit versorgt und riecht einfach nur YUMMY. Versprochen!

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Als ich in Polen war, stolperte ich über das Buch „Slow Fashion“ der Modebloggerin Joanna Glogaza, die seit 2008 ihren Blog Styledigger führt. In diesem Business ist eine so lange Bloggerkarriere das Prädikat für „alter Hase“. Gerade deshalb erweckte ihr selbsternannter modischer Detox mein Interesse und machte mich neugierig. Gerade bei Modebloggern ist dieser Ansatz „Weniger ist mehr“ immer spannend zu lesen und eine Möglichkeit, für mich persönlich wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und sie dann selbst im Kleiderschrank umzusetzen. Sie schreibt wie sie den schnellen und ständig ändernden Trends der großen Ketten entgegenwirkte und ihren Kleiderschrank in Einklang mit ihrem eigenen Stil, Ansprüchen, Wünschen und persönlichen Geschmack brachte. Aktuell verschlinge ich das Buch in jeder freien Minute, die ich kriegen kann.