48 Stunden Mercedes-Benz Fashionweek in Berlin

Ich blogge nun seit 11 Jahren. Damals, 2004, war an Fashionweek noch nicht zu denken. Selfies? Was ist das? Sich selbst beim Quatschen selbst zu filmen? Eine höchstpeinliche Angelegenheit. Events? Gab es nur für Journalisten der Top Medien. Blogger? Ein absolutes Fremdwort. Doch jetzt schreiben wir das Jahr 2015. Blogger und die jährlich stattfindenen Fashionwochen auf der ganzen Welt sind stärker als je zuvor miteinander verknüpft. Keine Fashionweek ohne Blogger. Eine Erklärung zu diesem Thema muss ich gar nicht mehr ausführlich abgeben, es versteht sich mittlerweile von selbst, welche Bedeutung wir der Bloggerszene zuschreiben können.
Obwohl ich schon so lange dabei bin, habe ich es erst dieses Jahr zum allerersten Mal (!!!) geschafft, die Fashionweek in Berlin zu besuchen. Ein bisschen komisch, diesen Satz so offen zu formulieren, wenn man bedenkt, dass jüngere Blogger schon zum alten Eisen gehören und ganz lässig Shows ausfallen lassen, weil sie sich zwischen den vielen Einladungen entscheiden dürfen. Ich hatte in der Vergangenheit immer mal wieder Einladungen im Postfach, aber aus zeitlichen oder privaten Gründen die Modewoche stets “ausfallen” lassen. Da hatte ich mal Prüfungen, dann waren wir im Urlaub oder der finanzielle Aufwand, nach Berlin zu reisen, hatte sich für mich nicht gelohnt.

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Und tschüss Weihnachtsklimbim…bis zum nächsten Mal

Weihnachten ist keine 3 Wochen her, da ist bei mir schon alles weggeräumt, was magisch glitzerte und funkelte, nach Zimt und Bratapfel roch und einen in weihnachtliche Stimmung brachte. Eigentlich kommt die Dekoration erst um den 6. Januar weg, manchmal sogar noch etwas später, aber dieses Jahr hatte ich ganz schnell keine Lust mehr darauf. Und mit schnell meine ich: schon kurz nach Weihnachten war für mich Schluss mit dem ganzen Klimbim. Nebenbei habe ich das Wohnzimmer noch ein wenig umgeräumt, neue Bilder aufgehängt, alles auf Hochglanz geputzt, die vergessenen Ecken entstaubt und ein paar duftende Tulpen und Hyazinthen hingestellt. Das mit dem Frühling dauert zwar noch etwas, aber so sieht es gleich viel freundlicher aus.

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Übrigens hat Pflanzenfreude.de eine witzige Kampagne mit dem Titel “Flower Council – Weihnachtsbaum raus. Zimmerpflanze rein.” gestartet, die genau das einfängt, was ich mit der Weihnachtsdekoration meine: Da sucht man den Weihnachtsbaum sorgfältig aus, macht sich über stimmungsvolle Dekoration viele Gedanken und irgendwann muss das Zeug ja auch einmal weg. Das Wegräumen der weihnachtlichen Accessoires und Entsorgen des Baumes ist aber lästig und macht meistens weniger Spaß als das Dekorieren. Man wünscht sich dann häufig, dass alles mit einem Schlag verschwindet – am besten, wenn das jemand für einen übernimmt. Deshalb ließ Pflanzenfreude den Weihnachtsbaum samt Lametta & Co. in seiner Kampagne auf magische, aber schöne und lustige Weise verschwinden. Wie das ausgesehen hat, seht ihr im Video.

* Advertorial

Polnischer Barszcz – Rote-Bete-Suppe mit Schmand

Klare Suppen sind in der deutschen Küche zwar vertreten, werden aber recht selten aufgetischt. Zumindest habe ich das Gefühl, dass in den Speisekarten diverser Restaurants diese nicht zu finden sind. Die pürierten Varianten scheinen eher den Geschmack zu treffen, da sie häufig als einfacher und unkomplizierter in der Zubereitung angesehen werden und schlichtweg die Suppen “mit mehr Biss” sind. Mir persönlich sind pürierte Suppen oft zu schwer, da danach meist ein zweiter Hauptgang folgt. Sie sollen leicht sättigen, aber nicht beschweren.

Klare Suppen besitzen den Ruf, in der Zubereitung als schwieriger und komplizierter zu sein.  Dabei ist der Trick recht einfach und mit einem Grundrezept kann man jegliches Gemüse verarbeiten. Die Grundlage einer jeden klaren Suppe ist die klassischen Hühnerbrühe. Aber bitte kein Pulver aus der Tüte oder aus der Dose, denn die sind an Geschmacksverstärkern und Verdickungsmitteln nicht zu übertreffen. Und sie schmecken nicht mal ansatzweise wie eine richtige, selbstgekochte Suppe. Eine heiße Hühnerbrühe kennt man noch als Großmutters Hausmittel bei einer bevorstehenden oder anhaltenden Erkältung.

Ich muss zugeben, dass es bei meiner Mutter fast täglich Suppe gab, denn in Polen funktioniert das Mittagessen nach dem Zwei-Gänge-Menü: erst wird eine warme Suppe serviert und auf diese folgt eine deftige Hauptspeise. Sie waren allesamt lecker, aber ich konnte sie irgendwann nicht mehr sehen und essen. Als ich ausgezogen bin, habe ich in der eigenen Küche um Suppen einen großen Bogen gemacht. Auch auswärts habe ich ein Jahr lang keine bestellt. Doch mittlerweile, und gerade bei kalten Temperaturen, koche ich gerne einen großen Topf warme Suppe, am liebsten eine aufgehellte Rote-Bete-Suppe – in Polen auch Barszcz genannt. Passend zum Winter-Schmuddel-Wetter draußen habe ich das Rezept meiner Mama rausgesucht.
Ursprünglich wird dieses Gericht ohne Schmand zubereitet. Ich muss aber sagen, dass ich den leicht cremigen Geschmack sehr mag. Die Konsistenz bleibt trotz Zugabe unverändert. Aber das ist von Region zu Region auch wieder unterschiedlich.
Als Zusatz sind hartgekochte Eier und Kartoffeln weit verbreitet, die geviertelt in der Suppe landen. Manche bevorzugen auch Nudeln statt der Eier und Kartoffeln. Was man letztendlich reingibt oder weglässt, hängt vom eigenen Geschmack ab.

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Zutaten
5 Liter Wasser, 2 Hähnchenschlegel, ein Paket Suppengrün (bestehend aus Sellerie, Petersilie, Lauch und Möhren), 3 Knollen Rote Bete, halben Becher Schmand, 2 EL Weißweinessig, Salz und Pfeffer

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Zubereitung:
Schritt 1
Die Hähnchenschlegel unter lauwarmen Wasser reinigen und mit Zewa trocken tupfen. Die Hähnchenschlegel auf mittlerer Stufe bis zu einer Stunde im Wasser köcheln lassen. Den Schaum, der sich auf der Oberfläche bildet, mit einem Löffel regelmäßig abschöpfen.

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Schritt 2
Das Suppengemüse schälen (Sellerie und Möhren), alles kleinschneiden und in den Topf geben. Gemüse und Schlegel gemeinsam eine halbe Stunde köcheln lassen, danach kann das Fleisch herausgenommen werden.

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Schritt 3
Die Rote Bete ebenfalls schälen, in Spalten schneiden und in die Suppe dazugeben. Für die nötige Säure kommen noch 2 El Weissweinessig hinzu. Das Suppengemüse mit der Roten Bete ca. 40 Minuten auf mittlerer Stufe kochen lassen. Dadurch erhält die Suppe ihre kräftige rote Färbung.

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Schritt 4
Nach 40 Minuten das gekochte Gemüse abschöpfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und einen halben Becher Schmand untermischen. Dadurch wird die Suppe rosa und erhält einen wunderbaren cremigen Geschmack. Gut umrühren und wenige Minuten auf niedrigster Stufe köcheln lassen. Danach kann serviert werden!

Einmal Wellness bitte!

Neues Jahr, neue Wege, neue Erfahrungen? Ja, aber hallo! Wir sind frischgebackene Eltern, die gemeinsam mit der kleinen Maus viele neue Dinge lernen. Wir entdecken jeden Tag mit ihr gemeinsam die Welt. Dass sie unser Leben in eine völlig neue Richtung gelenkt hat und nun unser Mittelpunkt ist, steht völlig außer Frage. Aber wir sind nicht nur Eltern, sondern auch noch ein Paar und sehr gute Freunde und deshalb haben wir uns vorgenommen, regelmäßig Zeit nur für uns zu nehmen: Ein paar Stunden im Restaurant, ein Abend im Kino, oder ein Wochenende kurz mal abtauchen. Unsere Familien sind groß und die Freiwilligen stehen Schlangen, um uns unter die Arme greifen zu dürfen – denn alle lieben Emilie. Dieser Option wollten wir uns nie verwehren und sehen darin nichts Verwerfliches, wenn Emilie Zeit mit ihren Großeltern, Tanten und Onkel verbringt während wir die Zweisamkeit genießen. Denn so eine Beziehung mit Baby muss auch mal harte Tage durchstehen und nicht immer ist im Alltag die Zeit da, um alles zu klären. Vielen mag das bitter aufstoßen, dass wir das so tun. Deshalb treffen wir häufig auf Unverständnis und lange Gesichter. Man wird dann an allen Ecken und Ende belehrt. Aber für uns galt immer: wir tun das, was wir für richtig halten und womit wir glücklich sind. Ende der Diskussion. Aber zu dem Thema verliere ich demnächst noch ein paar Worte.

Als ich von Chris ein Entspannungswochenende mit Behandlung geschenkt bekam und die Oma sich unendlich freute, am Wochenende Babysitterin spielen zu dürfen, packten wir am Samstag, sichtlich noch in üblicher Hektik, unseren Koffer, bestückten ihn mit Badesachen, Saunatüchern und etwas schickeren Kleidungsstücken und machten einen supikurzen Kurzurlaub, wenn man es so nennen mag, in der eigenen Stadt. Es war das erste Mal, dass wir auswärts ohne Baby schliefen, deshalb wollten wir nicht allzu weit weg, um im Fall der Fälle gleich nach Hause fahren zu können. Also ging es für uns ins Radisson Blu in Frankfurt – gleich um die Ecke sozusagen. Passend zu unserem Ausflug überraschte uns Schnee mit dicken Flocken, der unseren Besuch im SPA noch einen Ticken gemütlicher machte. Dort angekommen, steuerten wir gleich in den Wellnessbereich und schalteten ab: Sauna, Dampfbad, auf den Liegen rumlungern, die InStyle durchblättern und im Pool ein paar Runden drehen. Der Blick aus dem 18. Stock auf die Frankfurter Skyline war wirklich wunderbar. Und obwohl ich hier schon seit zwei Jahren lebe, gibt es immer noch genug Dinge, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Während Chris Schlaf nachholte, gab es für mich eine entspannende Rückenmassage. Danach ging es mit hungrigen Mägen in das Burgerrestaurant Die Kuh die lacht, das mir von einer Freundin empfohlen wurde. Dort hinzugehen war genau richtig: die Burger, Pommes und alle anderen Leckereien werden selbst gemacht und waren einfach nur superlecker. Von der Avocado-Dijonaise träume ich heute noch. Gesättigt schlenderten wir zurück ins Hotel, um dann nur noch todmüde ins Bett zu fallen. Morgens gab es ein ausgiebiges Frühstück gepaart mit langen Gesprächen (und es ging mal wirklich nicht um den Windelinhalt oder um die richtige Wahl des Milchpulvers) und noch einmal eine Stunde Wellness. Mittags fuhren wir auch schon wieder nach Hause, wo uns eine quirlige Dame mit einem breiten Grinsen in Empfang nahm…

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